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Landmaschinen-Museum macht sich fit für die Zukunft

Veröffentlicht von Klaus Werner Kahl am 19.07.2021
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Gesellschaft für gemeinnützige Zwecke unterstützt Projekt mit 20 000 Euro

Landrat lobt Museum des Heimatvereins als einzigartig

Mit 20 000 Euro unterstützt die Gesellschaft für gemeinnützige Zwecke der Sparkasse Steinfurt den Ausbau der Remise am Hof Lammers in Riesenbeck. Sie soll Teil eines barrierefreien und außerschulischen Lernstandorts werden. Aus der Hand von Landrat Dr. Martin Sommer (Bildmitte l.) nahm Dr. Klaus-Werner Kahl den symbolischen Scheck entgegen. Mit dabei waren Hans-Jürgen Streich (l.), Gisela Lang und Robert Everwand (v.r.) vom Kreistag und Ewald Brüggemeyer, Veronika Görges und Werner Frenking vom Heimatverein Riesenbeck.Stephan Beermann

Von Stephan Beermann in der IVZ am 17.07.2021

RIESENBECK. Ein deutlicheres Bekenntnis zu den Heimatvereinen und ihrer ehrenamtlichen Arbeit für die Region kann ein Landrat kaum geben. Kultur- und Landschaftspflege, Tourismus und Brauchtum – dies alles müsse als Gesamtheit gesehen werden und als Schatz, der allen zugutekomme. Dies sagte Dr. Martin Sommer anlässlich einer Scheckübergabe am Freitagmittag auf Hof Lammers. Dabei verwies der Landrat darauf, dass der Kreis Steinfurt diese Wertschätzung neuerdings in einer eigenen Verwaltungsstelle abgebildet hat.

Was speziell der Heimatverein Riesenbeck am Hof Lammers auf die Beine gestellt hat und noch stellen wird, beeindruckte den Landrat. Gemeinsam mit Stellvertreterin Gisela Lang, Robert Everwand und Hans-Jürgen Streich als Entscheidungsträger der Gesellschaft für gemeinnützige Zwecke der Sparkasse Steinfurt hat er einen symbolischen Scheck über 20 000 Euro mitgebracht. Die Spende wird dazu dienen, das Landmaschinenmuseum am Hof Lammers weiter zukunftsfähig zu machen.

Konkret geht es um den Ausbau der bislang offenen Remise. Unter deren Dach stehen viele Werkzeuge und Maschinen mit teils großem Seltenheitswert. Insbesondere hohe Feuchtigkeit bei Nebel oder wie im letzten Winter bei Flugschnee setzt Holz und Eisen der Geräte sehr zu. Deshalb soll die Remise, wie bereits die große Scheune auf demselben Gelände, so hergerichtet werden, dass das Inventar unter idealen äußeren Bedingungen dauerhaft Bestand hat. Dazu gehören nach Rücksprache mit dem Museumsamt die Dämmung des Daches und Giebels, neue Türen und Tore und eine Industrie-Fußbodenheizung, um Temperaturschwankungen auszugleichen. Die Gesamtkosten hierfür betragen 300 000 Euro, 250 000 Euro wird das NRW-Heimatministerium geben. Der Rest der Summe muss durch Spenden und sehr viel Eigenleistung erbracht werden – rund 1000 Stunden, wie Museumsleiter Dr. Klaus-Werner Kahl erläutert. Spätestens in einem Jahr soll alles fertig sein.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt nach einer Führung durch die Ausstellungsräumlichkeiten. Das Landmaschinenmuseum sei schon heute ein Aushängeschild der Stadt Hörstel, sagte der Landrat. Er sei gespannt zu erleben, wie sich dieses Projekt weiterentwickeln wird. Museumsleiter Kahl und seine Mitstreiter freuten sich nicht nur über die mitgebrachte finanzielle Unterstützung, sondern auch über die Wertschätzung, die die auswärtigen Besucher zum Ausdruck gebracht haben. Kahl erinnerte daran, dass das Museum darauf ausgerichtet sei, jungen wie auch älteren Besuchern die sich stetig wandelnde Welt der Landwirtschaft näher zu bringen. Es gehe dabei nicht allein um die Technik an sich, sondern auch darum, wie sich diese Technik auf die Lebenswelt der Menschen im ländlichen Raum bis heute auswirkt.

Alle Gerätschaften sind in einer reich bestückten Datenbank erfasst worden. Auf diese Weise können Besucher schnellen Zugriff auf Informationen erlangen, sei es mit Smartphone, per Video oder Erläuterungstafeln. 2000 Besucher machen bereits jährlich davon Gebrauch und es dürften künftig sicherlich noch mehr werden, so Kahl.

»Ein tolles Ensemble und eine einzig- artige Ausstellung.«

Landrat Dr. Martin Sommer an die Akteure des Heimatvereins Riesenbeck.

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